Abschaltung der analogen TV Programme

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Staatssekretär Jochen Homann fordert auf IFA "Analogen Switch-Off" im Rundfunk Ende 2012

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Herr Jochen Homann, brachte im Rahmen einer IFA08-Diskussionsrunde die uneingeschränkte Unterstützung des Bundes­ministeriums für Wirtschaft und Technologie zum Ausdruck, mit gemeinsam verabredeten Maßnahmen der Politik und der Wirtschaft für das schnellstmögliche Abschalten noch analog genutzter Übertragungswege des Rundfunks Sorge zu tragen. Er verband dies mit dem Wunsch an die Branche, den analogen"Switch-off" sowohl für den Satelliten als auch für die Fernsehkabel noch vor Ablauf des Jahres 2012 Realität werden zu lassen.

Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass erst ca. 47% der Haushalte in Deutschland über einen digitalen TV-Empfänger verfügen, diskutierten Spitzenvertreter der Rundfunkveranstalter und Infrastrukturbetreiber sowie des Handels und der Geräteindustrie über Aktivitäten der Branche, die zu Beschleunigungseffekten der Digitalisierung des Breitband-Fernsehkabels und des direkt empfangbaren Satelliten führen werden. Davon profitieren werden in erster Linie die Konsumenten, da die Investitionen in neue Flachbildschirme bzw. digitales Empfangsgerät erst dann in einen Mehrwert münden, wenn auch die Signale digital bis zum Empfänger geführt werden können. Verbesserte Bildqualität, erhöhte Programmvielfalt, Interaktivität und insbesondere das hochauflösende Fernsehen (HDTV) sind Argumente pro Digitalisierung, denen sich der Rezipient nicht entziehen wird.

Für eine durchgängige Digitalisierung der gesamten Rundfunkwelt spricht aber auch das medien­wirtschaftliche Potential, aus dem die Unternehmen schöpfen können. Die Diversifizierung des Marktes ermöglicht mehr Wettbewerb; junge Unternehmen entwickeln neue Geschäftsmodelle und machen mit neuen Angeboten den "Etablierten" Konkurrenz. Das schafft zusätzliche Vielfalt.

Viele Probleme gilt es bis zur Abschaltung des analogen Fernsehens noch zu lösen. Hohe Investitionen sind zu tätigen - die Refinanzierung dieser Investitionen auf absehbare Zeit steht im Fokus aller Überlegungen. Und auch der Verbraucher fordert die Berücksichtigung seiner Rechte. Er will in jedem Fall auch die Programme unter den selben Konditionen in der Digitalwelt wieder finden, wie er sie vorher analog vor­gefunden hat. Die Digitalisierung kommt zwangsläufig, aber nicht zwangsweise.

Eine Verabredung eines einheitlichen Abschalttermins für alle analogen Übertragungswege ist unrealistisch. Nach der vollständigen Umstellung des terrestrischen Fernsehens (DVB-T) zum Ende diesen Jahres hat das Satellitenfernsehen die besten Voraussetzungen, möglicherweise bis 2010 die analoge Übertragung zu beenden. Diesbezügliche Absichtserklärungen der öffentlich-rechtlichen Anbieter wurden auf der IFA vor­getragen.

Aber auch die Kabelbetreiber versicherten, sich angesichts eines Digitalisierungsgrades von 25% diesem Anspruch zu stellen und die Digitalisierung weiter aus eigener Kraft voranzutreiben.

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